Aortaler Blutdruck in der Schwangerschaft – Erfahrungen aus BaTeleS (Bayerisches Telemedizinprojekt)

Hoher Blutdruck in der Schwangerschaft ist ein häufiger Risikofaktor für Mutter und Kind und die antihypertensive Therapie in der Pränatalenmedizin hat von daher große Bedeutung. Voraussetzung für eine optimale Behandlung ist zunächst die optimale Charakterisierung der Hypertonieform und der individuellen Blutdrucksituation. Hierfür stehen verschiedene, moderne Messverfahren zur Verfügung die sich in anderen Bereichen der Medizin bereits sehr bewährt haben. Die aktuellen deutschsprachigen Leitlinien empfehlen u. a. die initiale Blutdruckmessung an beiden Oberarmen zur Erfassung einer Seitendifferenz, die Selbstmessung des Blutdruckes und die ambulante Blutdruck-Langzeitmessung (ABDM). Hier wird zusätzlich das Telemonitoring der selbst gemessenen Werte und die Pulswellenanalyse zur nicht invasiven Bestimmung des zentralen aortalen Blutdruckes und zur Messung der Pulswellengeschwindigkeit als Biomarker der Gefäßelastizität vorgestellt. Die Parameter der zentralen Hämodynamik (aortaler Blutdruck, systolischer Augmentationsindex und aortale Pulswellengeschwindigkeit) determinieren das kardiovaskuläre Risiko besser als der brachiale Blutdruck im Rahmen der konventionellen Blutdruckmessung. Der aortale Blutdruck ist mit 100 mmHg systolisch von der Präkonzeption bis zur postpartalen Phase deutlich niedriger als der brachiale Blutdruck. In einem Fallbeispiel aus dem BaTeleS-Projekt wird die Bedeutung der zentralen Hämodynamik bei einer Patientin mit hohem Risiko in der Schwangerschaft aufgezeigt.

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